Praxis für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, Coaching, Mediation u. Prävention
Dr. Dr. med. Herbert Mück (51061 Köln)

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Sexuelle Präferenz beeinflusst
Gesichts-Wahrnehmung

Neuronaler Nachweis für Gesichter-Rolle bei Partnerwahl

   
Zürich (pte/10.01.2006/11:50) - Zwei Forscherinnen der Universität Zürich haben entdeckt, dass sexuelle Vorlieben die Wahrnehmung von Gesichtern beeinflussen. Damit haben sie erstmals den neuronalen Nachweis erbracht, dass das Aussehen bei der Partnerwahl eine Rolle spielt. Die Ergebnisse der Studie sind in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Current Biology" http://www.current-biology.com erschienen, berichtet die Universität Zürich.

Das Forscherinnenteam um Alumit Ishai und Felicitas Kranz vom Institut für Neuroradiologie der Universität Zürich http://www.unizh.ch hat festgestellt, dass die Wahrnehmung von Gesichtern im menschlichen Gehirn ein Netzwerk verschiedener Regionen aktiviert. Die beiden Forscherinnen haben sich insbesondere für die Einflüsse von Geschlecht und sexueller Neigung interessiert. Bereits bekannt war, dass Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Emotionen die neuronale Antwort auf Gesichter modulieren. Gesichter, die Emotionen wie Glücklichkeit, Angst oder Wut zeigen, lösen demnach größere Aktivitäten im Gehirn aus als neutrale Gesichter.

Die Forscherinnen haben untersucht, ob hetero- und homosexuelle Versuchspersonen eine stärkere Gehirn-Reaktion auf Gesichter des von ihnen bevorzugten Geschlechts zeigen würden oder nicht. Dazu verwendeten sie das System der funktionellen Magnetresonanz (fMRI), das Gehirnfunktionen wie das Gedächtnis oder die visuelle Wahrnehmung aufzeichnet und die dazu gehörigen Gehirnregionen lokalisiert. Den 40 hetero- und homosexuellen Männern und Frauen wurden anschließend Fotos von unbekannten und berühmten Gesichtern gezeigt. Die Probanden mussten die Bilder als attraktiv, neutral oder unattraktiv bewerten. Dabei wurde auch die Gehirnaktivität verschiedener Hirnregionen gemessen. Das Ergebnis war interessant: Unabhängig von Geschlecht und sexueller Neigung beurteilten alle Versuchspersonen die Attraktivität der Gesichter ähnlich. Allerdings konnten die Wissenschaftlerinnen feststellen, dass im medialen orbitofrontalen Kortex andere Aktivitäten messbar wurden: Hier zeigten heterosexuelle Frauen und homosexuelle Männer eine stärkere neuronale Antwort auf männliche Gesichter, heterosexuelle Männer und homosexuelle Frauen hingegen stärker auf weibliche Gesichter reagierten.

Im medialen orbitofrontalen Kortex befindet sich das Belohnungssystem des Gehirns. Damit deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass sexuelle Präferenzen die Reaktion auf Gesichtswahrnehmung im Belohnungssystem modulieren. (Ende)

Quelle: Pressetext Nachrichtenagentur GmbH