Praxis für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, Coaching, Mediation u. Prävention
Dr. Dr. med. Herbert Mück (51061 Köln)

E-Mail: kontakt@dr-mueck.de (Keine Beratungen per Telefon oder E-Mail!) - Gerne können Sie diese Seite verlinken!

 

Web www.dr-mueck.de

Home
Nach oben
Impressum/Vorwort
Stichwortverzeichnis
Neues auf dieser Website
Angst / Phobie
Depression + Trauer
Scham / Sozialphobie
Essstörungen
Stress + Entspannung
Beziehung / Partnerschaft
Kommunikationshilfen
Emotionskompetenz
Selbstregulation
Sucht / Abhängigkeit
Fähigkeiten / Stärken
Denkhilfen
Gesundheitskompetenzen
Selbsthilfe+Gesundheitstipps
Krisenintervention
Therapeuten-Suche
Über die Praxis Dr. Mück
Konzept+Methoden
Erfahrungsberichte
Lexikon/Häufige Fragen
Innovationen / Praxisforschung
Wissenschaftsinformationen
Gesundheitspolitik
Infos auf Russisch
English Version
 

 

Stress verstärkt Parkinson-Symptome


Deutschland. Zwei Drittel aller Parkinson-Kranken (69 Prozent) scheinen darunter zu leiden, dass sich ihre Krankheitssymptome teilweise schon unter leichtem Stress verstärken. Zu dieser Feststellung gelangen M. Macht und H. Ellgring in einer schriftlichen Befragung, an der sich 3.075 Parkinson-Betroffene beteiligt hatten. Die Autoren schrieben rund 9.140 Mitglieder der Deutschen Parkinson Vereinigung an und erzielten einen Rücklauf von rund 35 Prozent. 60 Prozent der Antwortenden waren Männer, 40 Prozent Frauen (Durchschnittsalter des Gesamtkollektivs: 68 Jahre).

    Weitere wichtige Erkenntnisse der Studie lauteten:

Ø       Mehr als die Hälfte der männlichen Parkinson-Patienten (57 Prozent) hat sexuelle Probleme, die mit dem Grundleiden zusammenhängen. Bei den Frauen sind es nur 22 Prozent.

Ø       Ein Drittel aller Parkinson-Betroffenen leidet unter Schlafstörungen (Frauen: 35 Prozent, Männer: 29 Prozent), unter Kommunikationsstörungen (Frauen: 21 Prozent, Männer: 32 Prozent) und dem Angewiesensein auf die Hilfe anderer (Frauen: 41 Prozent, Männer: 36 Prozent).

Ø       Fast jeder vierte Parkinson-Patient berichtet über depressive Symptome (Frauen: 23 Prozent, Männer: 18 Prozent).

Ø       Weniger Parkinson-Kranke als erwartet beschreiben Angstzustände (Frauen: 22 Prozent, Männer: 13 Prozent) oder eine Verschlechterung ihrer Beziehungen zum Partner oder anderen Menschen (Frauen: 12 Prozent, Männer: 13 Prozent).

Ø       Mehr als die Hälfte der Befragungsteilnehmer scheint mit der Erkrankung zurecht zu kommen und andere Menschen darüber zu informieren.

Ø       Immerhin 40 Prozent der Antwortenden können ihr Leben trotz der Parkinson-Krankheit weiter genießen.

In ihrem Kommentar dieser Ergebnisse räumen die Autoren ein, dass die Auswahl der Befragungsteilnehmer möglicherweise nicht repräsentativ ist. Denn es handelt sich durchweg um Mitglieder einer Selbsthilfevereinigung, also um Personen, die sich eher aktiv mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Es kommt hinzu, dass offen bleibt, ob bei allen Teilnehmern tatsächlich eine klassische Parkinson-Erkrankung vorliegt. Den überraschend hohen Anteil männlicher Parkinson-Betroffener mit sexuellen Problemen können sich die Autoren zumindest teilweise erklären: Die männlichen Teilnehmer der Studie lebten weitaus seltener allein (6 Prozent) als die weiblichen (36 Prozent).

M. Macht u. a.: Patterns of psychological problems in Parkinson´s disease. Acta Neurol. Scand. 2005 (111) 95-101