Praxis für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, Coaching, Mediation u. Prävention
Dr. Dr. med. Herbert Mück (51061 Köln)

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Erfahrungen durch "Kunsttherapie"
(Anmerkungen der Patientin)


Ich bin noch etwas misstrauisch, aber nach dem Malen geht es mir im Moment wesentlich besser. Die Anmerkungen des Therapeuten zur Kunsttherapie haben mir sehr viel gebracht, da ich mich vorher gefragt habe, was denn das Besondere - z.B. neben Gesprächen und Schreiben - daran ist. Jetzt ist es mir entschieden klarer auch durch: 'Gedanken laufen nacheinander ab, Kunstwerke lassen deren gleichzeitige Darstellung zu'. Ich finde, das ist ein äußerst wichtiger Aspekt.

Bei komplexen Vorgängen und gerade auch bei widersprüchlichen Situationen, Gefühlen und Gedanken scheint es die Seele zu beruhigen, sie auch nebeneinander darstellen zu können, wie es auch der Wirklichkeit entspricht. Worte kommen nicht nach, da sie immer nur nacheinander ausgesprochen werden können und die subjektive Wirklichkeit für den Erzähler nur unbefriedigend abgebildet werden kann.

Bei der bildlichen Darstellung kann man aber nicht nur unterschiedliche Gedanken und Gefühle ausdrücken, sondern auch innerhalb eines Bildes verschiedene Perspektiven einnehmen, wie 'Drauf- Vorder- und Seitenansicht'. Es war für mich wichtig, mich hier gegen die Konvention zu richten, dass alles für den Betrachter 'in der Reihe' sein soll, denn die Situationen meines Lebens waren oft chaotisch bzw. undeutbar, oder je nach Betrachtungsweise unterschiedlich deutbar.

Das gleichzeitige Einnehmen verschiedener Perspektiven innerhalb eines Bildes habe ich gerne genutzt und scheint mir symbolisch den Perspektivwechsel erleichtert zu haben, der evt. zur Distanzgewinnung nötig ist und diese vielleicht erst ermöglicht hat.